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  2. Die Jahre 2000 – 2003

Den TuS führte der bewährte Vorstand um Thomas Funke ins neue Jahrtausend. Frank Hartman schied nach langer und erfolgreicher Arbeit als Geschäftsführer aus dem Vorstand aus. Er wurde von Axel Feld abgelöst. Unter dessen Leitung betrat auch die Ski-Abteilung Neuland: Initiiert von Herbert Wirths wurde erstmals an Inline-Wettbewerben im Rahmen von City-Marathonläufen teilgenommen. Natürlich wurden auch im Winter Wettkämpfe wie der traditionelle König Ludwig Lauf oder der Engadin-Skimarathon besucht. 2001 konnte die Schwimmabteilung und die Hesperter-Turntruppe jeweils ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Die Schwimmer mussten sich zwischenzeitlich ein neues Quartier suchen. Besucherlärm, Ablenkung und nur zwei Trainingsbahnen im Monte Mare konnten auch durch den steten Einsatz der Übungsleiter nicht dauerhaft ausgeglichen werden. Man beschloss den Umzug in die Schwimmhalle nach Hunsheim. Hier stand jetzt wieder der Sport im Mittelpunkt.

Als „jüngstes Kind“ des Vereins gründete sich im April 2001 die Badminton-Abteilung. Geführt von Jenny Meyer für den konditionellen Teil und von Claudia Fischer für den technisch/sportlichen Bereich entwickelte sich eine muntere Truppe, bei der der Spaß am Spiel im Vordergrund stand – alle die einmal intensive 90 Minuten im Doppel oder sogar Einzel gespielt haben, werden nie mehr von Federball sprechen…

Das Jahr 2001 endete leider unerfreulich. Das Vereinsheim der Fußballer im Stadion Eckenhagen brannte im Dezember ab.

Die Fußballabteilung hielt den Vorstand also auf Trab. Um den Spielbetrieb im Stadion nicht ganz zum Erliegen zu bringen, musste eine neue Unterkunft her – gerade wegen der nun fehlenden Umkleidekabinen. Selbstverständlich erklärten sich die Fußballer bereit, das neue Gebäude in Eigenleistung zu errichten; geplant war, das Richtfest noch im Jahr 2002 feiern zu können.

2002 stand ganz im Zeichen der überlegten Fusion zwischen dem TuS und dem 1. FC. Ruhten nach einem ersten Gespräch zunächst die Verhandlungen, kamen sie Anfang 2002 wieder in Gang. Auch seitens der Gemeinde wurde ein solches Vorhaben begrüßt, da haushaltspolitische Argumente eindeutig für eine Fusion sprachen. Beide Sportplätze mussten mit erheblichen finanziellen Mitteln saniert werden. Wunsch der Gemeinde war ein großer Verein.

Der Vorstand des TuS lud die Verhandlungsführer des 1. FC Reichshof-Sinspert-Wehnrath um Hans-Willi Kauffmann zu einem Treffen ein. Nun ging alles überraschend schnell. In dem Treffen konnten bestehende Hürden überwunden und ein Konsens erzielt werden. Die Chancen eines Zusammenschlusses und die vielen Vorteile für die Mitglieder, welcher ein großer, dann fast 1000 Mitglieder zählender Verein bieten würde, wurden schnell erkannt. Zunächst musste aber auch in entsprechenden Mitgliederversammlungen über die neue Entwicklung berichtet und die Mitglieder befragt werden. Für den Vorstand des TuS Eckenhagen bot sich hierzu die Gelegenheit auf der Jahreshauptversammlung am 13.3.2002. Gleichzeitig standen auch Vorstandwahlen an. Thomas Funke wurde als 1. Vorsitzender ebenso wie in der sich anschließenden „en bloc“-Abstimmung Jenny Meyer als 2. Vorsitzende, Axel Feld als Geschäftsführer und Astrid Breiderhoff als Kassenwartin im Amt bestätigt. In der Folge gab es eine lange Diskussion über das Für und Wider eines Zusammenschlusses mit dem 1. FC Reichshof. Schließlich erhielt der Vorstand bei nur zwei Gegenstimmen aus der Versammlung den Auftrag zur Vorbereitung der Verschmelzung.

Auf einer weiteren Versammlung im August 2002 wurde das notwendige Procedere der Verschmelzung nochmals erläutert. Als Stichtag fasste man den 01.01.2003 ins Auge. Formal musste ein notarieller Verschmelzungsvertrag geschlossen werden. Gleichzeitig sollten die Ursprungsvereine aufgelöst und ein neuer Name für den zukünftigen Verein gefunden werden. In dem von beiden Seiten akzeptierten neuen Namen fand sich die Verschmelzung beider Vereine perfekt wieder:

Turn- und Sportverein Reichshof 1883/1929 e.V.

Am 15.11.2002 stimmten die Mitglieder des 1. FC Reichshof-Sinspert-Wehnrath unter dem Vorstand von Egon Ötterer, Andreas Mortsiefer und Claudia Giebeler einer Auflösung und Verschmelzung zu. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20.11.2002 folgten diesem Beschlussvorschlag auch die Mitglieder des TuS Eckenhagen. Nach langen Jahren endeten Koexistenz und Rivalität der Nachbarvereine. Nun waren die Mitglieder beider Vereine zusammengefasst unter einem neuen attraktiven Dach.

Der neue Verein TuS Reichshof betrat zum 01.01.2003 die Bühne des Sports und knüpfte nahtlos an die bisherige erfolgreiche Tradition seiner Ursprungsvereine an. Einstimmig wählten die Mitglieder auf der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung am 09.05.2003 den neuen Vorstand:

Thomas Funke 1. Vorsitzender
Frank Glatzel 2. Vorsitzender
Axel Feld Geschäftsführer
Astrid Breiderhoff Kassenwartin

Im erweiterten Vorstand:
Claudia Fischer, Gerd Mortsiefer, René Kauffmann, Arndt Schmalenbach, Jenny Meyer, Siegfried Hisge, Margot Günther, Hans-Willi Kauffmann und Egon Ötterer.

Ein neues Vereinswappen entstand und die Gemeinde Reichshof genehmigte die Führung des Gemeindewappens im Wappen des Vereins. Die Vereinsfarben: Rot und Blau; Mitgliederbestand: 964. Unter dem neuen Wappen werden jetzt 18 Sportarten ausgeübt und von insgesamt 40 Übungsleitern betreut:

Fußball, Handball, Volleyball, Tischtennis, Badminton, Schwimmen, Jiu-Jitsu, Judo, Rollski, Inliner, Herzsport, Eltern und Kind-Turnen, Turnen im Vorschulalter, Kinderturnen, Fitness-Gymnastik, Aerobic, Fit ab 45, Fit ab 55 und Seniorenturnen.

Nachdem im Herbst 2002 die Instandsetzung der Flutlichtanlage am Sportplatz in Sinspert durch die Gemeinde erfolgte, wurde im April 2003 der Rasen im Stadion Eckenhagen saniert. Am 25. Mai 2003 fand dann ein historisches Fußballspiel statt: Zum letzten offiziellen Spiel trafen die Mannschaften aus Sinspert und Eckenhagen aufeinander. Viele ehemalige Spieler, die so manche Schlacht gegeneinander schlugen, wurden reaktiviert und trafen sich auf dem Sportplatz in Sinspert. Nachdem die Damenmannschaft ihr Ligaspiel gegen Stammheim absolviert hatte, fand ein letztes Mal ein offener Schlagabtausch statt, welcher anschließend mit vielen Zuschauern gefeiert wurde. Nach der erfolgreichen Fusion beider Vereine klappte die Integration der Sportler nahezu reibungslos.

Zum Glanzstück der Fußballabteilung entwickelte sich die 1. Damenmannschaft. Es gelang der Aufstieg in die Verbandsliga, ein hervorragender Erfolg, welcher auf der Sportlerehrung der Gemeinde eine besondere Erwähnung erfuhr. Auch bei der Sportlehrwahl der Oberbergischen Volkszeitung konnten sich die Damen gut behaupten und belegten bei der Wahl zur „Mann“schaft des Jahres den 12. Platz.

Das Meister-Team:

Trainer:
Frank Baxmeier

Spielerinnen:
Martina Braun, Bettina Buchen, Katja Heide, Ute Augustat, Stefanie Klein, Stefanie Müller, Sandra Isenhardt, Melanie Felix, Heike Neuhoff, Iris Bitter-Engel, Regina Jungjohann, Julia Kresimon, Beate Gerhardt, Jessica Noss, Maren Hülsberg, Angela Hielscher, Andrea Friedrichs und Simone Strahlenbach.

Eine der erfolgreichsten sportlichen Leistungen im Verein schaffte im Jahr 2004 unser Jung-Schiedsrichter Daniel Buschjost. Er stieg in die Fußball-Oberliga auf und leitete in der folgenden Saison Spiele der Oberliga Nordrhein. Bereits in der A-Junioren-Bundesliga war Dainiel Assistent bei der Partie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Bayern München im Saarbrückener Ludwigspark. Zudem stand er bei der Partie Viktoria Köln und dem 1. FC Köln an der Linie.

Das durch die Fusion nochmals breitere sportliche Angebot und die vielen ehrenamtlichen Helfer und Übungsleiter machten sich bezahlt, so dass zum 01.01.2005 die 1000-Mitglieder-Grenze überschritten wurde. Gut aufgestellt und mit einem großen Mitgliederbestand ist es dem Verein auch immer möglich, neue Sportarten anzubieten und die Übungsleiter stets auf einem qualifizierten Stand zu halten. Sei es Basketball, die Badmintongruppe für Jugendliche, Beach-Volleyball oder Nordic-Walking, für jeden Sportler findet sich das passende Angebot.

Das außergewöhnliche Engagement von Jugendleiter Gerd Mortsiefer kannte keine Grenzen. Er schaffte sich einen Van an und stellte diesen der Jugendabteilung für Auswärtsspiele, Trainingslager und Ausflugsfahrten zur Verfügung.

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