VfL Engelskirchen triumphiert zu später Stunde

Beim Elektrisola-Mitternachtsturnier des TuS Reichshof heimste der VfL Engelskirchen den Sieg ein – SSV Bergneustadt im Endspiel geschlagen – SSV Marienheide auf Platz drei

[Bericht oberberg aktuell lo/06.01.2019-11:50; Bilder: Josef Zarbl]

Riesenjubel im Lager des VfL Engelskirchen: Der B-Ligist war der strahlende Sieger beim Elektrisola-Mitternachtsturnier des TuS Reichshof in der Sporthalle Eckenhagen. Im Endspiel traf der VfL auf den SSV Bergneustadt, dem man in der Vorrunde eine herbe 0:6-Schlappe zugefügt hatte. Das Wiedersehen gestaltete der SSV ausgeglichener, doch das Team von Trainer Ufuk Opak schlug die Neustädter mit 4:2 und erhielt den neu gestifteten Wanderpokal aus den Händen von Elektrisola-Werksleiter Dr. Josef Kummer.
„Das fußballerische Niveau war sehr hoch“, sprach TuS-Geschäftsführer Ralf Höhler von einem gelungenen Turnier. „Engelskirchen war die beste Mannschaft und hat verdient gewonnen.“ Im Semifinale hatten die Engelskirchener die SpVgg Hurst/Rosbach II (Kreisliga B Fußballkreis Sieg) mit einem 3:1 herausgekegelt, mit demselben Ergebnis setzte sich Bergneustadt gegen den SSV Marienheide durch. Die Heier konnten sich anschließend durch ein 2:1 gegen Hurst/Rosbach II mit dem dritten Platz trösten.

Gastgeber Reichshof war zwar verheißungsvoll in den Wettbewerb gestartet (3:0 gegen Engelskirchen II), blieb aber in den weiteren Matches ohne Punkt. Die VfL-Reserve musste genauso wie der FC Wiedenest-Othetal nach der Gruppenphase die Segel streichen. In der Endabrechnung fehlte dem FCWO, der mit vielen Routiniers angereist war, ein einziger Treffer, um das Halbfinalticket zu lösen. Marienheide und Hurst/Rosbach II besaßen das leicht bessere Torverhältnis.
Engelskirchen konnte sich in der Vorrunde einen folgenlosen Ausrutscher gegen Dümmlinghausen (3:5) erlauben und wurde Gruppenerster vor Bergneustadt, das Asbachtal, Dümmlinghausen und Frömmersbach das Nachsehen gab. Sehr zufrieden war der Veranstalter mit der Zuschauerresonanz. „Die Halle war so voll wie noch nie“, erklärte Höhler.

Ergebnisse

Gruppe A

Reichshof – Engelskirchen II 3:0
FC Wiedenest-Othetal – Hurst/Rosbach II 2:1
Marienheide – Reichshof 3:1
Engelskirchen II – Hurst/Rosbach II 0:2
Wiedenest-Othetal – Marienheide 1:3
Hurst/Rosbach II – Reichshof 3:2
Engelskirchen II – Marienheide 1:3
Reichshof – Wiedenest-Othetal 1:2
Hurst/Rosbach II – Marienheide 2:1
Engelskirchen II – Wiedenest-Othetal 1:3

1. SSV Marienheide 10:5 Tore, 9 Punkte
2. SpVgg Hurst/Rosbach II 8:5 Tore, 9 Punkte
3. FC Wiedenest-Othetal 8:6 Tore, 9 Punkte
4. TuS Reichshof 7:8 Tore, 3 Punkte
5. VfL Engelskirchen II 2:11 Tore, 0 Punkte

Gruppe B

Asbachtal – Frömmersbach 4:0
Bergneustadt – Engelskirchen I 0:6
Dümmlinghausen – Asbachtal 1:1
Frömmersbach – Engelskirchen I 1:2
Bergneustadt – Dümmlinghausen 2:0
Engelskirchen I – Asbachtal 4:1
Frömmersbach – Dümmlinghausen 3:2
Asbachtal – Bergneustadt 0:1
Engelskirchen I – Dümmlinghausen 3:5
Frömmersbach – Bergneustadt 1:4

1. VfL Engelskirchen 15:8 Tore, 9 Punkte
2. SSV Bergneustadt 7:7 Tore, 9 Punkte
3. Sportfreunde Asbachtal 6:6 Tore, 4 Punkte
4. Spvg. Dümmlinghausen 8:9 Tore, 4 Punkte
5. SV Frömmersbach 5:12 Tore, 3 Punkte

Halbfinale

Hurst/Rosbach II – Engelskirchen I 1:3
Marienheide – Bergneustadt 1:3

Spiel um Platz drei

Hurst/Rosbach II – Marienheide 1:2

Finale

Engelskirchen I – Bergneustadt 4:2

Werde Schiedsrichter beim TuS Reichshof

Das bietet der TuS Reichshof:

  • Beitragsfreiheit im Verein
  • Erstausstattung an Schiedsrichterkleidung
  • 300€ Aufwandsentschädigung pro Saison
    (in Verrechnung mit Strafen des FVM)
  • Freier Eintritt zu allen Fußballspielen im Bereich des DFB

Solltest Du mindestens 14 Jahre alt sein, und Interesse oder weitere Fragen haben, dann melde Dich einfach bei Ralf Höhler (Tel. 0151/51092546 oder e-Mail ralf.hoehler@tus-reichshof.de).

Der nächste Schiedsrichter-Anwärterlehrgang findet am 15./16. und 22.09.2018 im Vereinsheim des SSV Homburg Nümbrecht statt.

Neue Trikots für die C-Jugend der Fußballabteilung

Die Trainer Frederick Heinz und Ingolf Weber freuen sich über neue Trikots.
Gesponsert wurden die Trikots von der Allianz-Agentur Bunk & Tommeschläger und Thorsten Flitsch.
Spieler, Trainer und Vorstand des TuS Reichshof bedanken sich ganz herzlich bei den Sponsoren!

TuS für Integrationsarbeit ausgezeichnet

Der Kreissportbund hat gemeinsam mit den Rotary Clubs Gummersbach und Gummersbach-Oberberg fünf Vereine ausgewählt, die sich besonders für Flüchtlinge und Zuwanderer eingesetzt haben
(Bilder: Michael Kleinjung)

„Sport verbindet Kulturen“, sagte Landrat Jochen Hagt gestern Abend vor zahlreichen Gästen im Foyer des Kreishauses. Viele Sportvereine im Oberbergischen Kreis haben sich insbesondere in vergangenen drei Jahren mit zahlreichen Veranstaltungen und Projekten um die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern verdient gemacht. Dieses Engagement wurde nun mit dem neu geschaffenen Integrationspreis gewürdigt, den der Kreissportbund gemeinsam mit den Rotary Clubs Gummersbach und Gummersbach-Oberberg ausgelobt hatte. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 7.000 € an die Gewinnervereine ausgeschüttet.

Die ersten drei Plätze konnten sich neben Preisgeldern auch über die eigens geschaffene Trophäe „Tom“ freuen – Tom steht für „Tomorrow“, also Zukunft. Platz eins und damit verbunden 2.000 € ginge an die Ortsgruppe Hückeswagen der DLRG, die sich mit zahlreichen Aktivitäten um Flüchtlinge kümmert. Initialzündung dafür war die Ankunft des damals 14-jährigen Mohammad, der mit seinem Vater aus Aleppo nach Deutschland geflohen war. „Er klopfte damals an die Tür bei der DLRG und wollte Schwimmen lernen“, erzählte Dr. Gert Riemenschneider, Vorsitzender Förderverein Rotary Clubs. Heute kann Mohammad nicht nur schwimmen, sondern engagiert sich in vielfältiger Weise in der Vereinsarbeit.

Der zweite Preis wurde von OVZ-Redaktionsleiter Frank Klemmer verliehen und ging mit 1.500 € an die Fußballabteilung des SSV Homburg-Nümbrecht. Dort lernen Flüchtlinge erst gemeinsam das Fußballspielen und können dann in den regulären Mannschaften des SSV mitspielen. Platz drei und 1.000 € gingen an den Fight Club Milia aus Gummersbach-Dieringhausen. Laudator Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, erinnerte an die lange Tradition von Kampfsportarten bei der Integrationsarbeit. „Die ersten Zuwanderer hier im Kreis Ende der 50er, Anfang der 60er, gingen in die Boxclubs.“ Bernd Vorländer, Redaktionsleiter von Oberberg-Aktuell, überreichte die Preise vier und fünf mit jeweils 500 € an den TuS Reichshof und den SV Morsbach.

Vor den Hauptpreisen hatte Landrat Jochen Hagt vier Sonderpreise mit jeweils 300 € Preisgeld verliehen an den SV Frielingsdorf, den SV Waldbröl, den Rheinischen und Bergischen Fahrverein und sowie den BSV Viktoria Bielstein. In Form einer Verlosung wurden dann schließlich noch 300 € an einen der übrigen 14 nominierten Vereine vergeben. Glücklicher Gewinner war der TuS Lindlar.

Erweiterungsbau Vereinsheim geht in die Umsetzungsphase

Erster Spatenstich erfolgt am 1. August

Am 05.07.2017 hat die Mitgliederversammlung den Erweiterungsbau des Vereinsheimes beschlossen. Die Planungsphase hat länger gedauert als ursprünglich angenommen. Ursächlich hierfür war das relativ aufwendige Baugenehmigungsverfahren, welches bis zur Erteilung der Baugenehmigung nahezu ein Jahr in Anspruch genommen hat.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 171.000 EUR. Sie werden durch Eigenmittel, Eigenleistungen, Vorsteuerabzug, Fremdmittel und Spenden gedeckt. Ein besonderer Dank gilt dem Gemeinderat, der in seiner Sitzung am 21.06.2017 beschlossen hat, das Projekt aus Mitteln der Sportpauschale im Rahmen einer Tilgungsübernahme zu unterstützen. Der TuS Reichshof kann hierdurch ein Darlehen bei der NRW-Bank aufnehmen, an welchem sich die Gemeinde über einen Zeitraum von 10 Jahren mit einem jährlichen Zuschuss i.H.v. 4.000 EUR beteiligen wird.

Seit der Eröffnung des Sportparks im Jahr 2012 hat die Fußballabteilung des Vereins einen regen Zulauf. Die Anzahl der aktiven Spieler/innen hat sich um nahezu 30% erhöht. Darüber hinaus nutzen die einzelnen Mannschaften der Handball- und der Volleyballabteilung das Beachfeld und die Einradfahrer die Leichtathletikanlagen des Sportparks. Weitere Nutzer des Sportparks sind die Gesamtschule, die GGS Eckenhagen sowie die Sportabzeichengruppe des Gemeindesportverbandes Reichshof.
Die durch die Modernisierung des Sportparks entstandenen Bedarfe an notwendiger Infrastruktur, wie bspw. Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten, Lagerräumen und überdachten Unterstellmöglichkeiten, konnten bisher nur zum Teil realisiert werden.
So wurden bisher bereits zwei Umkleideräume inkl. Duschbereiche sowie ein Schiedsrichterraum erstellt, eine moderne Heizungsanlage eingebaut, die komplette Elektrik erneuert sowie eine Überdachung für den Vorplatz gebaut werden. All das erfolgte komplett in Eigenleistung!

Um die weiteren Anforderungen umsetzen zu können, wird jetzt ein Anbau erstellt. Die Details:

  • Kellergeschoss mit 3 beheizten Lagerräumen für Trainingsmaterialien des TuS Reichshof, der Gesamtschule sowie des Gemeindesportverbandes
  • Erdgeschoss mit Sanitäranlagen für Damen und Herren, einem Schulungs- und Clubraum mit Küchenbereich sowie einem Besprechungsraum

Nach der Fertigstellung des Anbaus wird der gegenwärtige Clubraum in eine weitere Umkleidekabine mit Duschbereich umgebaut.

Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde Reichshof, unserem Architekten, Herrn Dipl.-Ing. Ulrich Rechenberger, dem Ingeneurbüro Klaus Schmidt sowie unserem Bauleiter Andreas Lenz.

TuS Reichshof für gelungene Integrationsarbeit ausgezeichnet

Minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan spielen seit dieser Saison in der A-Jugend des Fußballklubs mit – Egidius-Braun-Stiftung honoriert das Engagement des TuS mit 500 €

Der Zustrom von Menschen, die aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen und Verfolgung aus ihrer Heimat vertrieben wurden, stellte auch die Fußballklubs aus der Region vor eine Herausforderung. Viele Vereine sind sich ihrer wichtigen sozialen Rolle bewusst und übernahmen Verantwortung bei der Integration von Flüchtlingen. So auch der TuS Reichshof, der nun von der Egidius-Braun-Stiftung ausgezeichnet wurde – verbunden mit einer Spende über 500 €.
Unweit des Sportgeländes in Eckenhagen sind in einer Einrichtung des CJG St. Josefshauses unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan untergebracht. Im vergangenen Sommer entstand der erste Kontakt zum TuS. Zunächst ging es darum, ob die Jugendlichen in ihrer Freizeit auf dem Fußballplatz kicken dürfen. Der Vorstand händigte dem Betreuer einen Schlüssel für das außerhalb der Trainingszeiten abgeschlossene Eingangstor aus.

Wenig später erfolgte der nächste Schritt. „Wir haben die Jungs spielberechtigt gemacht“, sagte der Vorsitzende Burkhard Irnich. Nachdem einige bürokratische Hürden genommen worden waren, lagen die Anmeldungen für die zwölf Spieler pünktlich zum Saisonstart vor. „Damit waren wir in der angenehmen Situation, insgesamt 26 Kinder für die A-Jugend zu haben. Das ist für uns als kleiner Verein natürlich eine tolle Zahl“, so Irnich.

Anschließend galt es, die sprachlichen Barrieren zu überwinden. „Das war das größte Problem“, erläuterte Coach Torsten Jäger, der die Mannschaft zusammen mit Co-Trainer Thomas Jobs und Torwarttrainer Michael Fuchs betreut. Die Neuzugänge verstanden weder Deutsch noch Englisch oder Französisch.  Mit Unterstützung eines Bekannten und eines Schülers – Jäger arbeitet in Lüdenscheid als Deutsch- und Sportlehrer – übersetzte der Trainer zunächst die wichtigsten Fußballbegriffe in die Sprache Farsi und übte sie zusammen mit den neuen Teammitgliedern ein.

„Die Jungs hatten ihren Spaß, wenn ich in ihrer Sprache gesprochen habe“, schmunzelte Jäger. Mittlerweile ist die Verständigung kein Hindernis mehr. Die Spieler, die etwas besser Deutsch sprechen, unterstützen das Trainerteam als Dolmetscher. Irnich: „Die Integration ist wirklich gut gelungen.“ Übrigens nicht nur auf zwischenmenschlicher Ebene. „Drei, vier von den Jungs gehören zu den Stammkräften“, hat sich das Engagement laut Jäger auch sportlich gelohnt.

Hans-Christian Olpen, Vizepräsident des Fußballverbandes Mittelrhein, übergab den Spendenscheck im Namen der Egidius-Braun-Stiftung gestern Abend an den Vorstand. Für das Geld möchte der TuS Trainingsanzüge, Bälle und Leibchen anschaffen. „Wir sind richtig stolz auf die Vereine, die sich auf diese Weise einbringen“, erklärte Olpen.

Kritisch bewertet er, dass in jüngster Zeit vermehrt afghanische Flüchtlinge zurückgeführt würden, obwohl das Land von vielen als nicht sicher eingestuft wird. „Umso wichtiger ist, dass die Jungs gut integriert werden und die Perspektive erhalten, Teil unserer Gesellschaft zu werden. Das erhöht ihre Chancen, in Deutschland bleiben zu dürfen.“